Pulse of Europe

Trier

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Ansprache von Pulse of Europe Trier anlässlich der Feier des Europatages am 9.5.2022

Am Europatag der Europäischen Union, 9. Mai 2022, wurde vor dem Trierer Rathaus die Europaflagge gehisst. Hierzu wurde von Pulse of Europe Trier folgende Ansprache vorgetragen:

„Der Friede der Welt kann nicht gewahrt werden ohne schöpferische Anstrengungen, die der Größe der Bedrohung entsprechen“.

So beginnt der frz. Außenminister Robert Schuman seine berühmte Rede am 9. Mai 1950, die auch als Schuman- Erklärung in die Geschichte eingegangen ist. Im Jahr der Schuman-Erklärung kämpften sich die europäischen Nationen noch mühsam aus den Trümmern des Zweiten Weltkriegs hervor. Um weiteren Kriegen vorzubeugen, einigten sich die Regierungen einiger europäischer Länder darauf, ihre Kohle-und Stahlproduktion zusammenzulegen. Auf diese Weise wollten sie einen weiteren Krieg zwischen den ehemaligen Erzrivalen Frankreich und Deutschland nach dem Wortlaut der Schuman-Erklärung „nicht nur undenkbar, sondern materiell unmöglich“ machen.

Die Schuman- Rede ist der Auftakt zum Aufbau eines gemeinschaftlichen Europas gegeben.

Das eingangs genannte Zitat von Schuman ist heute aktueller denn je, müssen wir im Jahre 2022 selbst erfahren, dass der Frieden kein Naturgesetz ist  und um mit den Worten Schumans zu sprechen-„nicht ohne schöpferische Anstrengungen, die der Größe der Bedrohung entsprechen, gewahrt werden kann“.

Tief erschüttert müssen wir derzeit erleben, was lange unvorstellbar schien: Es herrscht wieder Krieg in Europa.

Die Welt ist geschockt über den Angriffskrieg des russischen Präsidenten Putin gegen die Ukraine, seinen Überfall auf die territoriale Integrität eines souveränen europäischen Staates. Wir alle sind zutiefst bewegt angesichts des unermesslichen Leids, das die Menschen in und aus der Ukraine derzeit durchleben müssen.


Im Sinne Robert Schumans dürfen die Anstrengungen um Deeskalation, Verständigung und Waffenstillstand nicht nachlassen, denn

Vom Krieg kann man nur lernen, sich für den Frieden einzusetzen.

Ein weiteres Zitat aus der Schuman-Erklärung erscheint mir wichtig:

„Europa lässt sich nicht mit einem Schlage herstellen und auch nicht durch eine einfache Zusammenfassung: Es wird durch konkrete Tatsachen entstehen, die zunächst eine Solidarität der Tat schaffen“.

Selten waren sich Europa und der Großteil der Welt so einig wie jetzt wie in der Verurteilung von Putins aggressivem Vorgehen. Diese Einigkeit und Entschlossenheit zu gemeinsamem Handeln ist gleichzeitig das schärfste Mittel der Gegenwehr.

Allerdings beobachten wir auch, dass es Kräfte in Europa gibt, die die Werte des gemeinschaftlichen Europas systematisch aushöhlen. Mit der Wahl von Emmanuel Macrons ist die Gefahr in Frankreich vorläufig noch einmal abgewehrt worden.

Gegen Ungarn hat die EU-Kommission ein offizielles Sanktionsverfahren gestartet. Sie reagiert damit auf die massiven und fortwährenden Rechtsstaatsverstöße von Premier Viktor Orban Dieser Schritt ist historisch. Zum ersten Mal droht die EU damit einem Mitgliedstaat die Gelder zu streichen, wenn nicht endlich Schluss mit dem Autokraten-Kurs ist.

Lassen Sie mich zum Schluss noch einen kurzen Blick auf die Zukunft der Europäischen Union werfen.

Wie soll die EU künftig aussehen? Eine Frage, die uns bewegt.

Vor einem Jahr startete die Konferenz zur Zukunft Europas. Bürgerinnen und Bürger sollten eine führende und aktive Rolle dabei spielen, die Zukunft der Europäischen Union zu gestalten. 800 zufällig ausgeloste Bürger*innen wurden nach ihren Wünschen und Ideen befragt. In Arbeitsgruppen mit Vertreter*innen des Europaparlaments, den Regierungen der Mitgliedstaaten und nationalen Abgeordneten wurden konkrete Reformvorschläge erarbeitet. Die Bürger*innen haben sich für eine demokratischere und handlungsfähigere EU ausgesprochen. Eine Kernforderung der Zukunftskonferenz zielt auf die Abschaffung nationaler Vetos in der Außenpolitik oder in Steuerfragen. Heute wird die Liste der Reformvorschläge an Emmanuel Macron, Ursula v.d. Leyen und Roberta Metsola feierlich in Straßburg übergeben. Alle EU-Institutionen und die Mitgliedstaaten sind jetzt in der Pflicht, diese Reformvorschläge auch umzusetzen. Dann macht die EU einen guten Schritt nach vorn.

Wir brauchen die EU und die EU braucht uns, damit Demokratie, Frieden und Sicherheit in Europa gewahrt bleiben.


Zentrale Seite von Pulse of Europe für Ukrainehelfer

https://ukraine.pulseofeurope.eu/

Unter anderem mit einer Möglichkeit zu spenden.

Erklärung zum Krieg in der Ukraine

Am Sonntag, 6. März 2022, nahm Pulse of Europe Trier an der Kundgebung der AG Frieden Trier auf dem Viehmarktplatz in Trier teil. Dort wurde folgende Erklärung verlesen:

Nie wieder Krieg in Europa!

So hieß es immer wieder über 70 Jahre lang. Die meisten von uns sind mit diesem Bewusstsein und dieser Überzeugung groß geworden, und was Krieg heißt, haben wir aus den Erfahrungen unserer Eltern, Groß- und Urgroßeltern gelernt und sind auch davon geprägt.

Nun müssen wir im Jahr 2022 selbst erfahren, dass der Satz:

Frieden ist kein Naturgesetz

stimmt.

Tief erschüttert müssen wir derzeit erleben, was lange unvorstellbar schien: Es herrscht wieder Krieg in Europa.

Die Welt ist geschockt über den Angriffskrieg des russischen Präsidenten Putin gegen die Ukraine, seinen Überfall auf die territoriale Integrität eines souveränen europäischen Staates. Wir alle sind zutiefst bewegt angesichts des unermesslichen Leids, das die Menschen in und aus der Ukraine derzeit durchleben müssen.

Selten waren sich Europa und der Großteil der Welt so einig wie in der Verurteilung von Putins aggressivem Vorgehen. Diese Einigkeit und Entschlossenheit zu gemeinsamem Handeln ist gleichzeitig das schärfste Mittel der Gegenwehr, das Putin entgegengesetzt werden kann.

Unser aller Handeln ist gefragt, um diesen Zusammenhalt und die Solidarität mit der Ukraine und dem ukrainischen Volk nach außen und weithin sichtbar zu machen und damit all jene zu bestärken, welche in den Regierungen Europas oder in zivilgesellschaftlicher Hilfe die Freiheit und die Demokratie in der Ukraine verteidigen.

Wir waren als Pulse of Europe lange nicht mehr auf der Straße, aber angesichts der furchtbaren und bedrohlichen Ereignisse ist dies nun wieder unerlässlich. Dieser Krieg ist ein Angriff auf Freiheit und Demokratie nicht nur in der Ukraine, sondern in der ganzen Welt, dem wir uns entgegenstellen müssen.

Lasst uns Zeichen des Zusammenhalts, der Solidarität, der Entschlossenheit und für eine wehrhafte Demokratie setzen:

Gleichzeitig appellieren wir an alle verantwortlichen Politiker: Innen: Die Anstrengungen um Deeskalation, Verständigung und Waffenstillstand dürfen nicht nachlassen.


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Stephanie Hartung
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Mobil: +49 (0)172 8612509
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