Journal Frankfurt – Pressemitteilung zu unserem Aufruf für Sonntag, 15.1.17, 14 Uhr

http://www.journal-frankfurt.de/…/Initiative-Pulse-of-Europ…

INITIATIVE „PULSE OF EUROPE“ RUFT ZUM TREFFEN AUF

Für ein vereintes Europa auf die Straße gehen

Kurz vor den wichtigen Wahlen in den Niederlanden und Frankreich möchte die Bürgerinitiative „Pulse of Europe“ ein Zeichen pro Europa setzen – und ruft alle Unterstützer auf, sich gemeinsam für ein vereintes Europa stark zu machen: Am Sonntag ab 14 Uhr auf dem Goetheplatz.
Freiheit, Demokratie, Rechtssicherheit – die Bürgerinitiative „Pulse of Europe“ will auf die Grundidee der Europäischen Union aufmerksam machen und ruft deshalb zur Versammlung am Sonntag, 15. Januar auf dem Goetheplatz auf.

Gerade in Hinblick auf die Regierungswahlen in den Niederlanden und in Frankreich sei es wichtig, die Vorzüge eines vereinten Europas in den Mittelpunkt zu stellen, so die Initiatoren. Sie glauben, dass viele Menschen hinter der Grundidee der Europäischen Union stehen, auf die Straße würden bisher aber nur die EU-Gegner gehen und lautstark ihre Meinung kundtun. „Pulse of Europe“ möchte an dieser Stelle ansetzen und gemeinsam mit ihren Unterstützern ein Zeichen für die Wichtigkeit eines vereinten Europas setzen.

Bereits im November hatten die Initiatoren gemeinsam mit etwa 200 Unterstützern bei ihrer Auftaktveranstaltung Präsenz gezeigt, nun wollen sie noch mehr Menschen erreichen. Jeden Sonntag planen die Initiatoren, gemeinsam auf die Straße zu gehen und ein sichtbares Signal pro Europa zu setzen. Ähnliche Versammlungen sind gleichzeitig auch in Freiburg geplant, weitere Orte sollen folgen.

>> Pulse of Europe, Sonntag, 15. Januar, ab 14 Uhr, Goetheplatz, danach an jedem weiteren Sonntag bis zur Wahl in den Niederlanden am 12. März, Unterstützer dürfen gerne Europaflaggen und blaue Bänder mit zur Versammlung zu bringen.
13. Januar 2017 Nicole Nadine Seliger

Startschuss Pulse of Europe 2017 – Lasst uns Zeichen setzen!

Liebe Freundinnen und Freunde der europäischen Idee,
vieles ist passiert seit unserer Auftaktveranstaltung Ende November in Frankfurt, mit der Pulse of Europe ein erstes Zeichen setzen wollte. Ein Zeichen, dass sich viele Menschen aktiv für den Erhalt eines demokratischen und rechtsstaatlichen, vereinten Europas einsetzen. Menschen, die die aktuellen (welt-)politischen Entwicklungen mit Sorge betrachten, aber dennoch nicht resignieren, sondern sie beeinflussen möchten.
Wir starten im neuen Jahr gemeinsam durch, denn dieses Jahr ist entscheidend für unsere Zukunft. Der Ausgang der Wahlen in den Niederlanden, Frankreich und Deutschland wird maßgeblich das Gesicht und die Bedeutung Europas in der Welt bestimmen. Wilders und Le Pen ließen bereits anklingen, im Falle eines Wahlsiegs aus der EU austreten zu wollen. Das könnte das Ende der EU bedeuten, was es dringend zu verhindern gilt. Jetzt ist der Zeitpunkt, sich für ein vereintes Europa stark zu machen. Wir alle entscheiden, in welchem Europa wir leben möchten.
Wir sind überzeugt, dass die Mehrzahl der Menschen an die Grundidee der Europäischen Union und ihre Reformierbarkeit und Weiterentwicklung glaubt und sie nicht nationalistischen Tendenzen opfern möchte. Es geht um nichts Geringeres als die Bewahrung eines Bündnisses zur Sicherung des Friedens und zur Gewährleistung von individueller Freiheit, Gerechtigkeit und Rechtssicherheit.
Leider sind aber in der Öffentlichkeit vor allem die destruktiven und zerstörerischen Stimmen zu hören!
Deshalb: Lasst uns lauter und sichtbarer werden! Jede und jeder für ist das Scheitern oder das Gelingen unserer Zukunft verantwortlich, niemand kann sich herausreden. Zu hoffen, alles werde schon gutgehen, ist zu wenig und brandgefährlich. Jetzt, vor den Wahlen, ist die Zeit, das Möglichste zu tun – mit so vielen Menschen wie möglich, an so vielen Orten wie möglich.
Am 15. Januar 2017, 14 Uhr treffen wir uns in
– Frankfurt am Main, Goetheplatz
– Freiburg im Breisgau, Augustinerplatz.
Ab dann werden wir jeden Sonntag um 14 Uhr aktiv werden – weiterhin mit dem ersten Ziel, bis zum und am 12. März 2017, dem letzten Sonntag vor den Wahlen in den Niederlanden, viele Menschen in Europa zu versammeln, die für Europa einstehen und so dazu beitragen, dass nach den Wahlen pro-europäische Kräfte mehrheitsfähig regieren können.
Kommt, packt Europafahnen und blaue Bänder ein, bringt Freunde/Freundinnen und Familie mit, motiviert Kollegen und Kolleginnen und Bekannte!
Wir freuen uns über alle, die auch ansonsten aktiv sein möchten: Wir sind dabei, Parallelveranstaltungen in weiteren Städten zu organisieren. Hierfür brauchen wir Unterstützer. Wer gute Bekannte außerhalb Frankfurts und Freiburgs (natürlich auch in anderen europäischen Ländern) hat, die den europäischen Pulsschlag hörbarer machen wollen, bitte unbedingt aktivieren und mit uns verbinden!
Übrigens geht es nicht nur um die Aktionen auf der Straße. Wir wollen alle dazu anhalten, auch kleine pulsierende Momente zu starten. Das können z.B. Lesungen, Diskussionen, Konzerte oder einfach nur private Essenseinladungen zu dem Thema sein. Wenn es dann Bilder oder Kurzberichte gibt, können wir diese auf die künftige Website stellen und auf Facebook und Co. posten. So können alle an der pulsierenden Dynamik teilhaben.
Wir möchten noch einmal betonen, dass Pulse of Europe eine Bürgerinitiative ist, die keine parteipolitischen Ziele verfolgt. Im Gegenteil: Vielfalt ist gut, und die europäische Idee kann auf ganz unterschiedliche Weise realisiert werden. Wie – auch das wird an den Wahlurnen entschieden werden.
Die Grundaussagen des Pulse of Europe sind auf dieser Seite „Über uns“ zu finden.
Bitte leitet unseren Aufruf an möglichst viele Menschen oder Institutionen weiter, verteilt es in Euren Netzwerken, seid aktiv – wir freuen uns darauf, gemeinsam positive Energie für Europa auszusenden.
Let’s be the Pulse of Europe!

twitter.com/pulseofeurope
www.pulseofeurope.eu
Email: info@pulse-of-europe.com –

FNP- Presseartikel über Pulse of Europe

http://www.fnp.de/nachrichten/politik/Wie-eine-Frankfurter-Initiative-Europa-retten-will;art673,2394747

Engagement für die EU
Wie eine Frankfurter Initiative Europa retten will
28.12.2016
VON DIETER HINTERMEIER
„Pulse of Europe“ soll der europäischen Idee wieder auf die Sprünge helfen. Wie das Projekt von drei Frankfurtern im neuen Jahr Fahrt aufnehmen soll, verraten diese im Gespräch mit dieser Zeitung.


Wollen Europa retten (von links): Karl-Burkhard Haus, Hansjörg Schmitt und Daniel Röder. Foto: Rainer Rüffer Wollen Europa retten (von links): Karl-Burkhard Haus, Hansjörg Schmitt und Daniel Röder.
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Frankfurt.
Die Europäische Union erlebt derzeit die größte Krise ihres Bestehens. Vom (Fast) Zusammenbruch des EU-Gründers Griechenlands, über den Brexit, die hohe Jugendarbeitslosigkeit, vor allem in den südlichen Ländern der EU, bis hin zur Flüchtlingskrise reichen die ungelösten Problemfelder der Gemeinschaft. Verschärfend kommt noch hinzu, dass die europäischen Staats- und Regierungschefs keine gemeinsame Agenda mehr haben. Fast jedes EU-Mitglied ist auf seine eigenen Probleme fokussiert. Die Unfähigkeit, ein gemeinsames Ziel zu verfolgen, ist deshalb die größte Gefahr für den Zusammenhalt Europas.

Drei Frankfurter machen sich deshalb große Sorgen. Um Europa kreisen ihre Gedanken. Dabei denken sie zu allererst an die entscheidenden Wahlen, die im nächsten Jahr in der EU anstehen. Und zwar in den Niederlanden, in Frankreich im Frühjahr und im September in Deutschland.

Einer von ihnen heißt Karl-Burkhard Haus, ist Texter und 52 Jahre alt. Er erklärt das Projekt, das ihn und seine Freunde antreibt. „Von Frankfurt geht unsere private Initiative aus, die europafreundliche Menschen anstiften möchte, an den nächsten Wahlen teilzunehmen, um radikale Nationalisten zurückzudrängen“, fasst Haus das Projekt zusammen. „Pulse of Europe“ (www.facebook.com/Pulseofeurope) haben die Macher ihr Projekt getauft. „Etwas Drama motiviert ja immer, daher der hochtrabende Name“, schmunzelt Haus.

Hansjörg Schmitt und Daniel Röder, beide 44 Jahre alt, gehören ebenfalls zum „Puls-of-Europe-Team“. Letzterer war auch der Impulsgeber für das gemeinsame Projekt. „Nach dem Brexit und der Wahl von Donald Trump war es für mich klar, dass ich etwas tun muss, um die europäische Idee zu verteidigen“, sagt Röder, der als Rechtsanwalt arbeitet.

Der Zusammenbruch

Auch sein Kompagnon Schmitt ist Jurist und darüber hinaus noch Banker. Er ist sich sicher, wenn die Rechtspopulisten Geert Wilders in den Niederlanden und Marine Le Pen in Frankreich bei den Wahlen in ihren Ländern das Rennen machen, Europa auseinanderbrechen wird. „Populisten und rechte Kräfte meinen heute, sie haben das Sagen. Wir glauben aber, dass das nicht so ist. Deshalb wollen wir Zeichen setzen und die Menschen aus ihrer Lethargie herausholen“, sagt Schmitt.

Röder vergleicht diese Lethargie mit der Biedermeierzeit. Mit dem Begriff Biedermeier verbindet man heute in erster Linie eine bürgerliche Kultur, die in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstand. Nicht die Repräsentation stand hier beim Bürgertum im Vordergrund, sondern das häusliche Glück in den eigenen vier Wänden, die zum Rückzugsort wurden.

Und in diesem Zustand der „Insichgekehrtheit“ verorten die Initiatoren von „Pulse of Europe“ auch die große Mehrheit der Bevölkerung. Diese könnten dann in diesem „Zustand“ den Untergang Europas verpassen. Für Röder, Schmitt und Haus ist es jedenfalls schon „fünf vor zwölf oder später“, um die EU zu retten. Die EU sei nämlich nicht nur eine Wirtschaftsgemeinschaft, sondern auch eine Friedensgemeinschaft. Trotzdem sehen die drei Europa-Protagonisten die EU nicht gänzlich unkritisch. „Die EU ist zu weit weg von den Bürgern“, sagt Röder. Und Schmitt ergänzt, dass die EU nicht als eine Organisation wahrgenommen werde, die den Bürgern das Leben leichter mache. Darüber hinaus stellt Haus fest, dass in der EU zu viel „reglementiert“ werde. Letztlich bestehe in der Europäischen Union ein „Demokratiedefizit“, konstatieren die drei Europa-Freunde. Die Skepsis vieler Bürger gegenüber herrschenden Institution betreffe aber nicht nur die EU, der deutsche Staat sei auch „unter Beschuss“, so Schmitt. Und hier möchte die Initiative einhaken. „Für unser Projekt wollen wir alle Menschen ansprechen, auch die Europa-Skeptiker“, sagt Schmitt.

Vorsicht geboten

Dass Europa als Einheit bestehen muss, steht für die Drei außer Frage. Die weltpolitische Lage mache das erforderlich. Schmitt verweist dabei auf Putins Politik in Russland, der „das Rad der Geschichte zurückdrehen will“. Auch im Hinblick auf die USA sei Vorsicht geboten. Nach der Wahl von Donald Trump zum Präsident könnte sich die USA eher auf ihr nationales Wohl konzentrieren. Wegen dieser großpolitischen Gemengelage sei es deshalb mehr als erforderlich, dass Europa mit einer Stimme spreche.

Würde Europa nach den Wahlen im nächsten Jahr zerfallen, könnte das für die Einzelstaaten teuer werden. Schmitt verweist dabei auf die hohen Kosten für die eigene Sicherheit, die von den Ländern dann aufgebracht werden müssten. „Bei den Sozialausgaben werden dann wohl Einsparungen vorgenommen werden müssen“, vermutet Schmitt. Am 15. Januar des kommenden Jahres soll dann das „Pulse-of-Europe-Projekt“ richtig Fahrt aufnehmen. Das Trio plant an diesem Tag auf dem Frankfurter Goethe-Platz eine Kundgebung, die Europa wieder auf die Sprünge helfen soll.