Kommission legt Weißbuch zur Zukunft Europas vor: Wege zur Wahrung der Einheit in der EU27

Die Europäische Kommission hat am 01.03. ein Weißbuch zur Zukunft Europas vorgelegt. Darin werden Visionen für die Zukunft der EU mit 27 Mitgliedstaaten entwickelt. Das Weißbuch will sich zudem mit den größten Herausforderungen und Chancen für Europa in den nächsten zehn Jahren auseinander setzen. In fünf Szenarien wird skizziert, wo die Union 2025 stehen könnte – je nachdem, welchen Kurs sie einschlägt.

Das Weißbuch finden Sie HIER.

9 Antworten auf „Kommission legt Weißbuch zur Zukunft Europas vor: Wege zur Wahrung der Einheit in der EU27“

  1. Das Weißbuch ist ein gutes Signal, dass man auch in den Brüsseler Institutionen den Ernst der Lage nicht verkennt. Jedoch ist die EU bislang als Staatenbund angelegt, und so schreibt Herr Juncker im Vorwort auch, dass er es am Rat sieht, aus der Diskussion über seine 5 Varianten eine Stoßrichtung abzuleiten. Leider steht dort nichts von einer Partizipation des (gewählten!) Parlaments. Ich habe einen EU-Abgeordneten für Schleswig-Holstein angemailt mit der Frage, wie er dazu steht und ob das Parlament sich notfalls selbst zur Mitgestaltung einlädt. Tenor der Antwort: Die EU ist halt so verfasst und das Parlament wird vom Rat zu Stellungnahmen aufgefordert und ist so mit im Boot.
    Hier sehe ich einen Knackpunkt für die stärkere Integration: Aus der Staatenbund-Perspektive entsteht kein starker Anreiz, Voraussetzungen für eine echte europäische Einigung entschlossen zu schaffen, die „US-Europa“ stehen hier nur als ewige Utopie am Horizont. Und die EU-Bürger nehmen das schulterzuckend und enttäuscht zur Kenntnis und quittieren es mit Desinteresse und sogar Wahlenthaltung. Werden ihnen dann Fehlentwicklungen als EU-verursacht „verkauft“, kommt die Idee des xy-Exit auf.
    Es muss ein friedlicher, demokratischer und vor allem stetiger Schub der Straße und der Marktplätze auf das Parlament ausgeübt werden, damit jeder einzelne Abgeordnete sich ermutigt und aufgefordert fühlt, den Rat zum Jagen zu tragen. Das Parlament hat das entscheidende Argument in der Hand, mit dem jede Ablehnung kontern kann: Es ist eine (…in Brüssel DIE…) gewählte Institution und somit der Mandatsträger zur Verwirklichung der Demokratisierung auch der Entscheidungsprozesse der EU. Solange dies nicht gegeben ist, wird es auch keine Form von echter Einigung in Form eines Föderalstaats geben können. Diese magische Schwelle demokratischer Mehrheitsentscheidungen mit dem letzten Wort für das Parlament müssen wir endlich überschreiten. Dann könnten einige Staaten voranschreiten und andere nachziehen, sobald sie können und nur wenn sie wollen. Dann bleibt die EU zwar ggf. auf ewig ein Staatenbund, innerhalb der EU entsteht aber ein föderaler Staat, der die einigungswilligen Völker bündelt und dabei auch jene einbezieht, die ihre erst vor kurzem zurückgewonnene nationale Identität noch nicht wieder in etwas größerem verwässert sehen wollen. Durch den großen Brocken in der Mitte jedoch wird diese Form der EU nicht mehr von anderen Mächten herumgeschubst werden können, so wie wir es heute zunehmend erleben.
    So wie es aussieht, ist die Chance für so etwas gerade am Aufkeimen, nutzen wir es.

  2. Das Weissbuch zeigt, dass die EU weder ihre Hauaufgaben noch ihre Bestimmung richtig definiert und dokumentiert hat. Die EU ist nicht das was sie vorgibt zu sein. Die EU ist eine stalinistische Diktatur, in der es keine Rechts-Staatlichkeit, keine Demokratie, keine Gewaltenteilung, keine echten oder gerechten Wahlen , keine Verfassung, keine verbindlichen regeln und keine Sorgfalt für Etatmittel gibt.- Das ist nur der Anfang vom Übel-

    Die EU ist ein Herrschafts-Instrument zweier nicht gerade gut beleumundeter Organisationen: a) der Paneuropäer, die durch die Schriften des Grafen Coudenhove Kalergi eindeutig als neo-faschisten zu definieren sind. Vermassung durch Zwangsverrassung zur braunen Mischrasse mit IQ 85 und anderen Sauerein. und b) dem tiefenb zionistischen Staat in den USA, die ihr Langfristenzeil: Russland und China zu eliminieren, damit eine ONE World entsteht, immer weiter voran bringen. Dazu benötigen sie ganz Europa als Aufmarschgebiet und Devastierung aller Nationen, den nur entstaatlichte Länder haben aufgrund der Rechtlosigkeit keinen Widerstand gegen die Behrrscher vulgo USA, NATO, UNO, etc.

    DAs sind zu 100% beweisbare, dokumentuerte, seriöse Literatur-Quellen, die systematisch von den agierenden Politikern verheimlicht werden. Die EU ist der erste Schritt zur Totalzerstörung der Völker und Nationen in Europa- der Wiege des Erfolgs.

    Wenn es um Frieden geht, lügen die USA am besten: seit 1945 75 illegale Krige mit ca 35 Mio Toten im Namen des FRIEDENS- so wie derzeit Europa mit US-Soldaten und Militär überzogen wird, um gegen Russia Krieg zu führen.

    Die PofEU ist ein manipulations-Instrument der EUZ-Hintermänner und die beiden Anwälte sind Protagonisten der Zwangs-Herrschft.

    Sie werden diesen Kommentar nie veröffentlichen, denn iHRE Seite ist nicht demokratisch.

      1. Bei einem solchen Kommentar fragt man sich, welchen IQ der Absender hat. Er beruft sich auf „zu 100% beweisbare, dokumentuerte, seriöse Literatur-Quellen“, gibt jedoch nicht eine einzige an. Klingt für mich wie ein Selbstbekenntnis.

        Die EU ist für mich nach wie vor eine Vision, die trotz aller bestehender Probleme Hoffnung macht auf eine friedliche, vielfältige und multikulturelle menschliche Gemeinschaft in Europa. Dabei sollten die Politiker mehr erklären, die Hoffnungen und Ängste der Menschen in ihren Entscheidungen berücksichtigen und auch die „Maximalversion“ der EU kommunizieren. Da die Grenzen schon heute oft verwischt dargestellt werden (im Rahmen von Sportveranstaltungen, European Song Contest etc.) durch die Teilnahme nicht-europäischer Länder, entsteht Verunsicherung. Die aktuelle Lage in der Türkei lässt dieses Land nicht gerade als Wunschmitglied erscheinen.

        Nach einem persönlichen Gespräch mit Hn. Verheugen im Jahre 2001, seinerzeit EU-Erweiterungskommissar, habe ich mir diese fehlende Deutlichkeit der Politiker dringend gewünscht. Ich möchte wissen, wohin die Reise geht. Wer steigt schon gerne in ein Flugzeug, dessen Ziel er/sie nicht kennt. Und welcher Bürger ist uneingeschränkt für eine Erweiterung der EU, wenn die Grenzen Europas von den Politikern aus nicht erklärten Beweggründen nicht mit den Geographieaussagen der Bildungsanstalten übereinstimmen? Insofern bleibe ich begeisterter Europäer, gleichzeitig aber sehr skeptisch gegenüber der – in meinen Augen – voreilig erfolgen Erweiterung auf 27 Mitglieder und weiterer Neuaufnahmen.

      2. Da erübrigt sich in der Tat jeder Kommentar. Diskutieren kann man nur mit Leuten, die Interesse an einem gemeinsamen Ergebnis haben.

    1. Der Beitrag von heiner philip ist totalitär und in jeder Form abzulehnen. Derartiges Gedankengut zerstört friedliches und demokratisches Zusammenleben. Totalitäre Regime haben sowohl rechts als auch links im politischen Spektrum Millionen Menschen um ihre Rechte und ihr Leben gebracht. Es ist der Verdienst der PoE Initiative darauf aufmerksam zu machen, dass wir ALLE GEMEINSAM unsere Demokratie aktiv verteidigen und immer weiter bauen müssen um Sie nicht an Populisten aller Culeur zu verlieren. Dank an PoE und bitte Herr Philip überdenken Sie eine solche antidemokratische Haltung, das Erkennungsmerkmal aller Demokraten ist, dass Sie an das GUTE in jedem Menschen glauben und an das MITEINANDER IN VIELFALT.

  3. Ich finde den Ansatz der EU Kommission richtig die Entscheidung über die Zukunft der EU an die Regierungen der Mitgliedsländer zu übertragen und nur grobe Richtungen der bekannten Vorstellungen zu skizzieren. Damit nimmt man auch denen den Wind aus den Segeln, die partout die EU als nicht demokratisch legitimierte Superregierung Europas darstellen. M. E. muß die EU(-Verwaltung) viel starker aufzeigen, dass die Entscheider die Regierungen (Europäische Rat, Ministerrat) sind und die Kommission die umsetztende Verwaltung und Aufsichtsbehörde ist. Dann kann man den schwarzen Peter nicht nach Brüssel schieben und im eigenen Land den starken Mann/Frau makieren. Und Bürokratie ist ein Markenzeichen von Verwaltungen. Auch hier muß vielmehr deutlich gemacht warden, dass die Verordnungen und Vorschriften es auch geben würde, wenn es die EU nicht gäbe. Normen für alles Mögliche gibt es auch National und sogar International. Ich sehe die EU in Wirtschaftsfragen und bei der (inneren und äußeren) Sicherheit in starker Integration und Gemeinsamkeit sowie auf der regionalen Ebene als Unterstützung und Hilfe (Kohäsion, Schutz regionaler Besonderheiten).

  4. In erster Linie ist die EU für mich ein Friedensprojekt. Welcher gesunde Geist kann da für nationale Alleingange sein. Trotz Reformbedürftigkeit wünsche ich uns ALLEN eine gemeinsame friedliche Zukunft!!! LG

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